Ginkgo biloba
Ein verehrungswürdiger Baum aus der erdgeschichtlichen Frühzeit – ein bewährtes Heilmittel. |  |
„Wo ist…?…Wo hab ich es nur wieder hingelegt? Vor kurzem hatte ich es doch noch in der Hand! Einen Moment, gleich fällt es mir ein, ... oder?" |  |
Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Man überlegt und überlegt und kommt einfach nicht drauf. Manchmal ist das ja ganz schön ärgerlich - aber solche Situationen sind ganz natürlich und passieren uns allen. Der Alltag ist hektisch, viele Eindrücke und Ereignisse stürmen auf uns ein und lenken uns ab. Allgemein bekannt ist jedoch, dass mit zunehmendem Alter die Gedächtnisleistung nachlassen kann und man mehr dafür tun muss, um sie zu erhalten und das Konzentrationsvermögen zu trainieren.
Unser Leistungszentrum, das Gehirn, ist verantwortlich für Denken, Lernen, Erinnern und Vergessen. Ein wichtiges Ziel ist daher, sich und das Gehirn vital zu halten und die Häufigkeit solch unangenehmer Situationen zu reduzieren.
Mit dem vorliegenden Ratgeber möchte 1 A Pharma allen Interessierten vielfältige Informationen rund um „Ginkgo biloba – ein verehrungswürdiger Baum, ein bewährtes Heilmittel" an die Hand geben.
Ginkgo biloba – der außergewöhnliche "Ur-Baum"
Uralt, exotisch und heilkräftig: Das „Besondere" zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Ginkgo- Baumes. Ginkgo biloba gehört zu den ältesten Baumarten aus der frühen erdgeschichtlichen Epoche. Die Entwicklung der Ginkgo-Bäume begann bereits vor 250 bis 300 Millionen Jahren und zeigte in der Kreidezeit, als auch die Dinosaurier auf der Erde lebten, ihre größte Formenvielfalt.
Heute gilt Ginkgo biloba, der sich seit dem Tertiär wohl nicht mehr verändert hat, als der einzige noch existierende Vertreter der Ginkgoales. Er wird daher als „lebendes Fossil" bezeichnet. Auch die Botaniker sehen den Ginkgo-Baum als eine Besonderheit, da er weder in die Gruppe der Laub- noch in die der Nadelhölzer einzuordnen ist. Des Weiteren ist für den Ginkgo-Baum seine Zweihäusigkeit charakteristisch; es gibt männliche und weibliche Bäume. Ginkgo biloba bildet daher eine eigene Familie der zweihäusigen Fächerblattbäume.
In Asien wird der Ginkgo-Baum wegen seiner Langlebigkeit und Robustheit als verehrungswürdiger, heiliger Baum angesehen. Da der Ginkgo nachweislich so gut wie keine Schädlinge hat und in nahezu jedem Klima und in jedem Boden gut gedeiht, kann er unter günstigen Bedingungen tatsächlich ein sehr hohes Alter erreichen. In Asien sind Bäume bekannt, die ein Alter von 1.000 Jahren erreicht haben sollen, weshalb der Ginkgo schon seit langem als kraftspendend und lebensverlängernd verehrt wird.
Seit über 4000 Jahren gilt bei den Chinesen Ginkgo biloba als Heilbaum. Bereits 2800 Jahre v. Chr. wurde die Wirkkraft zum ersten Mal in einer chinesischen Heilmittelsammlung beschrieben.
Aufgrund der exotischen Schönheit, der besonderen Blattform und der außergewöhnlichen Erscheinung dieses Baumes pflanzten im 11. Jahrhundert n. Chr. die Chinesen die ersten Kulturbäume in der Nähe der buddhistischen Tempel und Klöster und trugen somit zur Verbreitung bei. Von China aus gelangte der Ginkgo-Baum nach Korea und Japan. Dort wurde er im 17. Jahrhundert von Engelbert Kämpfer, einem deutschen Arzt und Botaniker, entdeckt und schließlich im 18. Jahrhundert nach Europa gebracht.
Heute ist der Ginkgo-Baum nicht nur in Botanischen Gärten und Parks zu finden, sondern wird aufgrund seiner bemerkenswerten Widerstandskraft und Unempfindlichkeit in Großstädten als Straßenbaum gepflanzt. Zum Jahrtausendwechsel erklärte das „Kuratorium Baum des Jahres" Ginkgo biloba zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends.
Ginkgo biloba - heimisch in Kunst und Kultur
Die Verehrung für den Ginkgo-Baum als mythisches Element ist in den asiatischen Ländern weit verbreitet. Aufgrund seiner Beständigkeit wird das Ginkgo-Holz zum Hausbau sowie zur Herstellung von Kunst- und Gebrauchsgegenständen verwendet. Des Weiteren wird es zum Ausbau buddhistischer Tempel benutzt.
Auch bei uns ist das Ginkgo-Blatt mit seiner charakteristischen Fächerblattform aufgrund seines faszinierenden Aussehens vielfach im Bereich der Kunst zu finden. Die Künstler des Jugendstils brachten eine große Vielfalt in den unterschiedlichsten Materialien hervor, die man noch heute bewundern kann. Schmiedeeiserne Portale, Möbel, Malereien sowie Schmuckkreationen mit dem symbolhaft dargestellten Ginkgo - Blatt zeugen von dieser Zeit.
Seine Bewunderung für das außergewöhnliche Blatt des Ginkgo biloba brachte Johann Wolfgang von Goethe 1815 in seinem Gedicht "Ginkgo biloba" zum Ausdruck. Das Gedicht ist seiner späten Liebe, Marianne von Willemer, der Ehefrau eines Frankfurter Bankiers, gewidmet und stellt das Ginkgo-Blatt aufgrund seiner Form als Sinnbild der Freundschaft dar:
| Ginkgo biloba |
 | Dieses Baums Blatt, der von Osten Meinem Garten anvertraut, Giebt geheimen Sinn zu kosten, Wie’s den Wissenden erbaut. Ist es Ein lebendig Wesen, Das Sich in sich selbst getrennt, Sind es zwey, die sich erlesen, Daß man sie als Eines kennt. Solche Frage zu erwiedern Fand ich wohl den rechten Sinn, Fühlst du nicht an meinen Liedern Daß ich Eins und doppelt bin.
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| Johann Wolfgang von Goethe |
Das Gedicht wurde in dem Gedichtezyklus „West-östlicher Divan" im Buch „Suleika" veröffentlicht. Der Brief mit dem Gedicht, dem Goethe zwei Ginkgo-Blätter beilegte, ist heute im Goethe-Museum Düsseldorf zu sehen.
Ginkgo biloba – „bewährtes Heilmittel"
Die Ginkgo-Blätter werden in Asien bereits seit langem als traditionelles Heilmittel gegen die verschiedensten Beschwerden eingesetzt.
In China, seit über 4000 Jahren als Heilbaum bekannt, wurden seine Heilkräfte erstmals im Jahr 2800 v. Chr. im „Handbuch der Barfußmedizin" beschrieben. Ginkgo- Blätter dienten schon im Mittelalter zur Behandlung von Asthma, Bronchitis, Erfrierungen, Gonorrhoe, Hautkrankheiten, Husten, Magenleiden, Tuberkulose und Unruhezuständen und wurden als Heiltee und Wundpflaster verwendet.
In Europa wird der Ginkgo-Extrakt als durchblutungsförderndes Arzneimittel angewendet. Bereits seit 20 Jahren wird in Deutschland der Ginkgo-Extrakt erfolgreich bei nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit eingesetzt.
Die pharmakologische Wirkung beruht vor allem auf den durchblutungsfördernden Eigenschaften des Extraktes. Durch die verbesserte Durchblutung des Gehirns wird eine Steigerung der individuellen Gedächtnisfähigkeiten und des Lernvermögens erzielt.
Die behandelten Patienten können ihre Gedächt nis leistung und Konzentrationsfähigkeit länger beibehalten und kommen somit im Alltagsleben besser zurecht.
Dem Extrakt wird zudem eine verbessernde Wirkung auf die Durchblutung der Arme und Beine zugeschrieben. Weiterhin werden Arzneimittel aus Ginkgo-Blätter- Extrakt bei Schwindel, Ohrgeräuschen und Kopf - schmerzen eingesetzt.
Extrakt aus Ginkgo-Blättern
Herstellung:
Der Wirkstoff wird als pflanzlicher Extrakt in einem hochtechnischen, vielstufigen Extraktionsverfahren aus den Blättern des Ginkgo biloba gewonnen und zu einem Fertigarzneimittel in bewährter pharmazeutisch hochwertiger 1 A Pharma-Qualität verarbeitet.
Auf der Grund lage eines standardisierten modernen Herstellungsverfahrens ist ein konstanter Wirkstoffgehalt in stets gleich bleibend hoher Qualität gewährleistet.
Als Plus - 1A Jogging fürs Gehirn
Durchblutung ist das A und O, um unser Leistungszentrum Gehirn mit genügend Sauerstoff und Energie zu versorgen. Zusätzlich sollte unsere Denkfabrik gezielt gefordert werden. Regelmäßiges Training durch aktiven Gebrauch hält uns geistig fit und vital.
Trainieren Sie Ihr Konzentrations- und Denkvermögen durch geistige Gymnastik und probieren Sie sich an den folgenden Aufgaben:
1. Konzentrationstraining
Stellen Sie fest, wie oft 4693 und 3964 zu finden sind:
1654639645446931556489269947469332
4346137446939753446953964661446937
5639642318997549954635526445682632
4329663435493964874639754936396443
2. Anagramm*
*Ein Anagramm entsteht, wenn man die Buchstaben eines Wortes bzw. einer Folge von Wörtern "schüttelt", d. h. in eine andere Reihenfolge bringt.
Versuchen Sie anhand der folgenden Namen, den jeweiligen Beruf der Person herauszufinden:
Rene Giuni
Leni Stetinof
Gerri Speintaler
Nero Kittchen
Deri Scheinn
Resi Fuchsfiban
Edim Dolschg
Theo Paker
3. Wie viele Quadrate erkennen Sie?
Diese Übung wird veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des
Bundesverbands Gedächtnistraining e.V.
Germaniastr. 1 - 3
45356 Essen
www.bvgt.de
Lösungen:
Aufgabe 1: vier- und fünfmal
Aufgabe 2: Ingenieur, Telefonistin, Gitarrenspieler, Tontechniker, Schneiderin, Schiffsbauerin, Goldschmied, Apotheker
Aufgabe 3: einundfünfzig Quadrate
| Patienten-Broschüre zum Thema Ginkgo biloba |
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Ginkgo biloba (648.25 kb | 07.04.2010) |
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