Firmenlog 1A Pharma

Die Prostata

Die Prostata - Aufgabe und Funktion

Die Prostata (deutsch: Vorsteherdrüse) ist ein Teil des männlichen Urogenitaltraktes. Sie umfasst nahe dem Blasenausgang die Harnröhre. Ihre Aufgabe besteht darin, ein Sekret abzusondern, das den Hauptanteil der Samenflüssigkeit bildet. Dieses Sekret bildet das Transportmittel für die Spermien.

Um das 20. Lebensjahr hat die Prostata ein Gewicht von etwa 20 g und die Größe einer Kastanie erreicht. Erst ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Prostata wieder zu wachsen. Ursache für das erneute Wachstum sind wahrscheinlich Veränderungen im Hormonhaushalt.

 

Die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH)

Aufgrund ihrer ringförmigen Lage um die Harnröhre kann die vergrößerte Prostata den Harnfluss zunehmend behindern. Anfangs kann der erhöhte Widerstand durch vermehrten Druck der Blasenmuskulatur noch überwunden werden. Mit weiterer Vergrößerung treten jedoch spürbare Beschwerden auf. Der Harnstrahl setzt verspätet ein, wird schwächer, die Harnblase entleert sich nicht mehr vollständig. Häufiges Wasserlassen, vor allem nachts, ist die Folge. In seltenen Fällen kann ein akutes Harnverhalten auftreten, das sofort ärztlich behandelt werden muss.


Die benigne Prostatahyperplasie ist eine sehr häufige Erkrankung des älteren Mannes. Etwa 60% der über 60jährigen sind betroffen.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt über die genannten Symptome und eine rektale Untersuchung (die Prostata ist über den Enddarm gut tastbar). Eine sehr exakte Darstellung der Prostata kann mit dem Ultraschall vorgenommen werden. Damit kann auch die Restharnmenge nach Blasenentleerung bestimmt werden. Zum Ausschluss einer bösartigen Erkrankung wird ein sogenannter Tumormarker, das "Prostataspezifische Antigen" (PSA) im Blut bestimmt (siehe Prostatakrebs).

 


Die vergrößerte Prostata
kann aufgrund der
ringförmigen Lage um
die Harnröhre den
Harnfluss behindern.

Behandlung

Die Therapie hängt davon ab, wie stark die Prostata die Harnröhre einengt und wie stark die Beschwerden des Patienten sind.

Das Vermeiden von scharfen Gewürzen, kalten Getränken und konzentriertem Alkohol hilft vor allem im frühen Stadium.
Verschiedene Pflanzenpräparate (Phytotherapeutika) können ebenfalls zur Verringerung der Symptome führen.
Vom behandelnden Arzt können Arzneimittel verschrieben werden, die den Widerstand der Blasen- und Prostatamuskulatur verringern. Auch Wirkstoffe, die die Umwandlung des Hormons Testosteron in seine aktive Form verhindern, werden im Rahmen der ärztlichen Therapie eingesetzt. Der Vorteil dabei liegt darin, dass diese nicht nur die Symptome verringern, sondern auch eine etwa 30%ige Verkleinerung der Prostata bewirken können.

Bei sehr ausgeprägter Vergrößerung der Prostata wird über verschiedene Verfahren Prostatagewebe entfernt. Die am häufigsten angewendete Methode ist die sog. transurethale Prostataresektion, bei der über eine Schlinge durch die Harnröhre Gewebe "abgehobelt" wird.

 

Das Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist die bösartige Neubildung des Prostatagewebes. Das Prostatakarzinom ist der zweithäufigste Tumor des Mannes nach dem 50. Lebensjahr. Im frühen Stadium erkannt bestehen gute Heilungschancen. Dementsprechend wichtig ist die Vorsorgeuntersuchung, die ab dem 45. Lebensjahr als Kassenleistung angeboten wird und die jeder Mann ab diesem Alter regelmäßig wahrnehmen sollte.

Diagnose

Bei der Vorsorge tastet der Arzt mit dem Finger über den Enddarm die Prostata und fahndet dabei nach möglichen knotigen Veränderungen. In bestimmten Fällen wird auch eine Bestimmung des so genannten Prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut, die jedoch von der gesetzlichen Krankenkasse im Rahmen der Vorsorge nicht bezahlt wird, durchgeführt.

Bei Verdacht auf ein Prostatakarzinom folgen weitere Untersuchungen, z. B. Ultraschall und bei Bedarf eine Gewebeentnahme (Biopsie), die auf die Abklärung möglicher Metastasen (Tochtergeschwülste) abzielen.

Behandlung

Die Behandlung des Prostatakarzinoms hängt entscheidend vom Stadium der Erkrankung ab.

Wenn das Karzinom noch keine Nachbarorgane befallen und nicht metastasiert hat, wird die Prostata entfernt (sog. Prostatektomie). Durch Verletzung von Nerven, die für die Erektion verantwortlich sind und von Nerven, die für den Schließmuskel wichtig sind, können Impotenz bzw. Inkontinenz auftreten.

Durch verbesserte Operationstechniken sind diese unerwünschten Folgen jedoch selten geworden.

Die weitere Therapie zielt meist auf eine Unterdrückung der männlichen Geschlechtshormone ab, da diese das Krebswachstum beschleunigen. Bei der sogenannten Orchiektomie werden die Hoden als Entstehungsort der männlichen Hormone entfernt. Alternativ kann im Rahmen der ärztlichen Therapie über Injektionen die Hormonproduktion auf sehr niedrige Werte gesenkt werden.

Des Weiteren können vom behandelnden Arzt medikamentöse Maßnahmen mit so genannten Antiandrogenen angewendet werden, um die Wirkung der Hormone auf das Prostatakarzinom zu blockieren.

Bei der Gabe von Zytostatika in späten Stadien der Erkrankung werden bevorzugt Substanzen eingesetzt, die neben den zytostatischen auch antiandrogene Wirkungen haben.

 

Die Entzündung der Prostata (Prostatitis)

Die Entzündung der Prostata bezeichnet man als Prostatitis. Im Gegensatz zur benignen Prostatahyperplasie und dem Prostatakarzinom kommt die Prostatitis in jedem Alter vor, wobei jüngere Männer sogar häufiger davon betroffen sind.

Die Prostatitis bereitet bereits früh Beschwerden, wie Schmerzen beim Wasserlassen oder Schmerzen in den Hoden, so dass der Patient meist frühzeitig den Arzt aufsucht. Allerdings können die Schmerzen auch unspezifisch auftreten, so dass von Patienten nicht sofort auf eine Entzündung der Prostata geschlossen wird. Eine Bestimmung des PSA-Wertes (siehe oben) kann dann Klarheit liefern.

Die Entzündung kann unterschiedliche Ursachen haben:

  • eine bakterielle Infektion (bakterielle Prostatitis)
  • eine durch Reizung und Sekretstau hervorgerufene Schwellung (Prostatakongestion)
  • Erkrankungen im Afterbereich (z. B. Hämorrhoiden).

Behandlung

Bei der bakteriellen Prostatitis ist meistens die ärztliche Gabe von Antibiotika notwendig.

Zur Vorbeugung von Prostatitis sollten Unterkühlung, das Tragen von nassen Badehosen und das Sitzen auf kaltem Untergrund vermieden werden.

Bei Verstopfung sollte ein mildes Abführmittel eingenommen werden.

Ein erfülltes Sexualleben wirkt positiv, da beim Samenerguss das Prostatasekret abfließt und sich die Prostata dadurch entspannt.

 

1 A Pharma bietet auch entsprechende Arzneimittel an. Wenden Sie sich dazu bitte an Ihren Arzt, da diese Präparate verschreibungspflichtig sind.

 
Patienten-Broschüre zum Thema Prostata

Den Ratgeber kostenlos bei 1 A Pharma bestellen.

 

Download als PDF:
PDF Prostata (296.55 kb | 20.08.2008)