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Vaginale PilzinfektionenPilzerkrankungen der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide sind häufig auftretende genitale Infektionen.
Mögliche Hinweise auf eine Pilzinfektion im Genitalbereich
Folgende Faktoren können eine Pilzinfektion begünstigen: Veränderungen der Hormonspiegel können beispielsweise zu einer gesteigerten Pilzvermehrung führen (u. a. in der Schwangerschaft oder bei Einnahme von Pillenpräparaten).
Allgemeine vorbeugende Maßnahmen
WichtigWenn die oben beschriebenen Symptome im Scheidenbereich auftreten, ist in jedem Fall ein Arztbesuch der richtige Weg. Der Arzt kann nach einer Untersuchung und einer evtl. mikroskopischen Beurteilung eine Pilzinfektion eindeutig diagnostizieren und im Gespräch die Ursache für die Erkrankung herausfinden.
AntibiotikaAntibiotika zählen zu den wichtigsten Errungenschaften der Medizin und retten in vielen Fällen Menschen das Leben, die noch vor vierzig Jahren an heute eher harmlosen Infektionen gestorben wären. Der Begriff der Antibiotika kommt aus dem Griechischen ("anti" = gegen und "bios" = das Leben). Das heißt sie richten sich einerseits gegen das Leben nämlich, das von Mikroorganismen, andererseits ermöglichen sie infizierten Menschen dadurch das Überleben, indem sie die krankheitsverursachenden Mikroorganismen im Körper abtöten oder an ihrem Wachstum hindern. mehr... →
WirkungsspektrumDabei können die Antibiotika in ihrer Wirkung nicht zwischen "guten" und "schlechten" Keimen im Körper unterscheiden. So kommt es, dass sich z. B. in der Scheide das Gleichgewicht des natürlichen Milieus und somit die Zusammensetzung der Keimbesiedlung in der Scheidenschleimhaut verändert und ein Pilzwachstum gefördert werden kann (s. oben). Nehmen Frauen Antibiotika ein, lässt der Scheidenpilz oft nicht lange auf sich warten. Das Risiko einer Scheidenpilzinfektion ist für Frauen mit einer Antibiotikatherapie wesentlich höher als ohne Antibiotikabehandlung. Hier ist vor allem auch die Dauer der Einnahme von Bedeutung.
Prophylaxe und TherapieBei Frauen mit einer bekannten Neigung zu Scheidenpilzinfektionen empfiehlt es sich daher, den Arzt bereits bei der Verordnung von Antibiotika auf das Problem anzusprechen. Er könnte dann evtl. vorbeugend geeignete Arzneimittel zur Vermeidung einer Pilzinfektion verordnen. Bei Auftreten von Pilzinfektionen sollten die Betroffenen sich nicht dazu verleiten lassen, die Antibiotikatherapie vorzeitig abzubrechen, sondern sollten auf alle Fälle den behandelnden Arzt um Rat fragen, da dieser die aufgetretenen Symptome genau beurteilen und die richtige Therapie veranlassen kann. Artikelnr.: 574926 |